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Inflationsrate explodiert – wie können Anleger ihr Geld schützen?

Die Inflationsrate in Deutschland ist im vergangenen Monat März regelrecht explodiert. Auf mittlerweile 7,3 Prozent ist die Preissteigerungsrate angestiegen, innerhalb des Euroraums sogar auf 7,5 Prozent. Damit ist die Preissteigerungsrate so hoch, wie zuletzt vor über 40 Jahren!
Nahezu jeder Verbraucher merkt es momentan nicht nur an den deutlich gestiegenen Benzinkosten, sondern auch in anderen Bereichen wie Strom, Gas, Wasser, Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Betroffen davon sind insbesondere die sogenannten Güter des alltäglichen Bedarfs.

Verbraucher müssen immer tiefer in die Tasche greifen

Lassen sich die deutlich angestiegen Gas- und Benzinkosten zumindest noch mit dem Ukraine-Krieg begründen, so trifft dies auf Nahrungsmittel und Stromkosten nicht mehr zu. Hier ist eindeutig die gestiegene Inflationsrate dafür verantwortlich, dass Verbraucher immer tiefer in die Tasche greifen müssen. Erst kürzlich haben mehrere Discounter angekündigt, dass bestimmte Lebensmittel im Preis um bis zu 30 Prozent steigen werden.

Wie hat sich die Inflationsrate entwickelt?

Der Anstieg der Inflationsrate auf jetzt 7,3 Prozent ist als rasant zu bezeichnen. Dies zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Preissteigerungsrate innerhalb der letzten zwölf Monate. Lag die Inflation nämlich im März des vergangenen Jahres (2021) nur bei 1,7 Prozent, so hat sie sich in einem Jahr nun mehr als vervierfacht. Die Entwicklung der Preissteigerungsrate innerhalb der letzten zwölf Monate mit einigen Eckdaten sieht wie folgt aus:

  • März 2021: 1,7 %
  • Juli 2021: 3,8 %
  • Oktober 2021: 4,5 %
  • Januar 2022 :4,9 %
  • März 2022: 7,3 %
Welche Ursache hat die deutlich gestiegene Inflationsrate?

Tatsächlich gibt es mehrere Ursachen, warum die Inflationsrate in Deutschland sowie innerhalb des Euroraums insbesondere in den letzten drei Monaten nahezu explodiert ist. Bei den Energie- und Rohstoffpreisen ist es in erster Linie der Ukraine-Krieg, der für die deutlich gestiegenen Preise verantwortlich ist.

Die einzige Erklärung ist das allerdings nicht, denn die Preise für Rohstoffe, Halbfertigwaren und Energie sind schon geraume Zeit vor Beginn des Ukraine-Krieges in größerem Umfang angestiegen.

Unter anderem sind es noch immer die Auswirkungen der Coronakrise, die in einigen Bereichen ebenfalls zu deutlich gestiegenen Preisen beitragen. Besonders betroffen waren manche Branchen von einem massiven Rückgang der Produktion, insbesondere während der ersten Lockdowns.
Zudem hatte die Unterbrechung von Lieferketten dazu beigetragen, dass Güter knapp wurden und dementsprechend Preise erhöht wurden.

Ein weiterer Aspekt sind die deutlich gestiegenen Frachtkosten, die dazu führen, dass der Handel seine Preise zwangsläufig erhöhen und diese Kosten an die Verbraucher weitergeben muss. Die meisten Experten gehen daher davon aus, dass die Preise noch weiter ansteigen werden.

Persönliche Inflationsrate nicht selten über 10 %

Bei der momentanen Preissteigerungsrate von 7,3 Prozent handelt es sich lediglich um die offizielle und damit durchschnittliche Inflationsrate. Klar ist jedoch, dass bei nicht wenigen Verbrauchern die persönliche Teuerungsrate noch wesentlich höher liegt.
Nicht selten bewegt sich diese im Bereich zwischen 10 und 15 Prozent. Der Grund besteht darin, dass im Warenkorb, der zur Berechnung der Inflationsrate genutzt wird, mehrere Hundert Güter enthalten sind.

Die meisten Verbraucher haben naturgemäß hingegen ihre eigenen Präferenzen. Wer zum Beispiel gerne Fleisch oder Milchprodukte verzehrt, dessen persönliche Preissteigerungsrate dürfte in der Summe deutlich mehr als 7,3 Prozent betragen.

Ähnlich wird es Autofahrern ergehen, die relativ weite Strecken zurücklegen und daher massiv von den gestiegenen Benzinpreisen betroffen sind. Je nach Zusammenstellung des individuellen Warenkorbes sind demnach Teuerungsraten von 10, 15 oder sogar 20 Prozent keine Seltenheit.

Wie können Anleger ihr Geld sichern?

Während alle Verbraucher momentan von den deutlich gestiegenen Preisen im negativen Sinne betroffen sind, stellen sich Anleger zusätzlich die Frage, wie sie ihr Vermögen gegen reale Kapitalverluste absichern können.

Wer beispielsweise bisher auf verzinsliche Anlageformen setzte, der müsste momentan eine völlig utopische Rendite bei sicheren Investments wie ein Tages- oder Festgeldkonto von 7,3 Prozent erzielen, nur um die Inflationsrate ausgleichen zu können. Passiert das nicht, führt das stets zu einem realen Kapitalverlust.

Wer als Anleger also beispielsweise 20.000 Euro auf einem Festgeldkonto zu einem Zins von 1,5 Prozent angelegt hat, der erleidet innerhalb eines Jahres einen realen Kapitalverlust in Höhe von 5,8 Prozent, ausgehend von der jetzigen Inflationsrate. Es wären demzufolge von einer Anlagesumme in Höhe von 20.000 Euro nur noch 18.840 Euro übrig.

Aus diesem Grund raten viele Experten, wie die Noble Metal Factory (NMF OHG), dringend dazu, zumindest Sachwertanlagen, wie Immobilien oder Edelmetalle, in größerem Umfang in das eigene Portfolio aufzunehmen.

Sachwerte wie Gold, Silber, Platin oder Palladium haben als Edelmetalle einen eingebauten Inflationsschutz. Das liegt daran, dass die Erträge eben nicht an die Geld- und Zinsmärkte gebunden sind, die wiederum negativ von der Inflation betroffen sind. Stattdessen steht zum Beispiel hinter dem Gold als Investment ein echter Sachwert, der nicht zwangsläufig durch eine höhere Preissteigerungsrate an Wert verliert.

Anlagen in Edelmetalle sind krisenbeständig

Zusammengefasst können Anleger demzufolge momentan besonders stark von einem Investment in Gold oder Silber profitieren, welches in Form von Barren oder Münzen getätigt werden kann. Vorteile sind:

  • Inflationsschutz
  • Krisenbeständigkeit
  • durchschnittlich gute Renditen bei längerem Anlagehorizont
  • flexibel und jederzeit liquidierbar
  • auch zum regelmäßigen Vermögensaufbau geeignet (Edelmetallsparplan)

Die momentane Situation: der Ukraine-Krieg auf der einen Seite und die deutlich gestiegene Inflationsrate auf der anderen Seite macht es also erforderlich, über eine weitere Streuung des eigenen Portfolios nachzudenken und vermehrt Sachwerte, wie Edelmetalle, aufzunehmen.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.