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Eurorettung: Tausend Milliarden sind im Fluss: Ist der Euro noch zu retten?

Ob die Einführung einer europäischen Gemeinschaftswährung eine gute Idee war, mag dahingestellt sein. Einst mit dem Ziel der Förderung des EU-Binnenmarktes und als Beitrag zur Verbesserung von Wirtschaftswachstum und Wohlstand eingeführt, ist der Euro spätestens seit 2008 in eine handfeste Krise geraten. Nur durch die Rettungszusagen zahlungsfähiger Länder wie beispielsweise der Bundesrepublik Deutschland und durch massive Anstrengungen der Europäischen Zentralbank (EZB) war es möglich, dem Euro weitere Lebensjahre zu bescheren. Doch zu welchem Preis?

Die Eurorettung läuft. Aber wie lange noch?

Vereinfacht gesagt fließt das Geld von Nord nach Süd. Einem breiten, offenbar nie versiegenden Strome gleich, werden Millionen- und Milliardenbeträge in wirtschaftlich desaströse Länder wie Griechenland und Italien gespült. Die Eurorettung ist in vollem Gange. Aber darf hier überhaupt noch von Rettung gesprochen werden? Ist die Zeit der „Ersten Hilfe“ nicht längst um? Lebt der Patient überhaupt noch? Wenn selbst schwerste Geschütze wie Anleihenkäufe im ganz großen Stil und immer neu gedrucktes Frischgeld kaum noch Wirkung zeigen, sollten die Wiederbelebungsversuche da nicht irgendwann eingestellt werden?

Fast 1.4 Billionen Euro stehen im Feuer, war jüngst zu lesen. Ein Betrag, der ausgeschrieben 1.400.000.000.000 Euro geschrieben wird und dem Vernehmen nach einem Gegenwert von mehr als vier Bundeshalten entspricht. Oder anders ausgedrückt: Jeder Deutsche ist mit mehr als 16.500 Euro dabei. Vom Kind bis zum Greis. Eine Tatsache, der sich die meisten Menschen in diesem Land kaum bewusst sind. Und die Kasse klingelt weiter!

Das Risiko steigt

Waren die Maßnahmen zur Eurorettung anfangs möglicherweise noch überschaubar und umfassten ein kalkulierbares Risiko, scheint die Angelegenheit mittlerweile eine besorgniserregende Eigendynamik angenommen zu haben. Längst muss die Frage erlaubt sein, ob es überhaupt noch um ein tatsächliches Wiedererstarken der Einheitswährung geht, oder ob die Eurorettung inzwischen einzig dem Ziel dient, Zeit zu gewinnen. Selbst der Begriff „Schadensbegrenzung“ dürfte angesichts des offensichtlich morbiden Gesamtkonstrukts kaum mehr passen. Klar bei alldem ist: Jeder Tag der Eurorettung kostet dem deutschen Steuerzahler Geld. Geld, für das es per sé keinen Gegenwert gibt. Geld das – salopp gesagt – einfach verbrannt wird.

Forderungen nach sinnvollen Maßnahmen werden lauter

Längst werden die Rufe nach sinnvollen Maßnahmen im Umgang mit der Eurorettung lauter. So fordert beispielsweise die Initiative „Euro Risiko-Uhr“ einen regelmäßigen Ausgleich der sogenannten „Target-2-Salden“ sowie die Festlegung einer Regel zur zügigen Rückführung bestehenden Salden. Ferner sollen Ankäufe von Staatsanleihen durch nationale Notenbanken und die EZB beendet werden. Und schließlich sollte eine Rückzahlung der Rettungskredite in einem marktüblichen zeitlichen Rahmen festgeschrieben werden – mit Zinsen. Alternativ soll die Uneinbringbarkeit bestehender Forderungen erklärt und diese im Bundeshaushalt entsprechend abgeschrieben werden. Auf der Seite www.risiko-uhr.eu ist es möglich, sich an einer entsprechenden Petition zu beteiligen. Zu den Erstunterzeichnern der Eingabe gehören bekannte Namen wie beispielsweise der Ökonom Joachim Starbatty, Professor Hans-Olaf Henkel (Mitglied des Europäischen Parlaments) und der Bestsellerautor Marc Friedrich.

Vorsicht und Weitsicht

Wer die verzweifelten Maßnahmen zur Eurorettung nüchtern betrachtet, der wird schnell zur Einsicht gelangen, dass es jetzt mehr als je zu vor gilt, eigenes Kapital zu sichern. Angesichts der prekären Lage gehören hier vor allem Euro-freie Anlageformen zu den Favoriten. Eine gute Möglichkeit, das eigene Vermögen sicher durch die Krise zu bringen, könnte ein Edelmetall-Investment sein. Schließlich haben Gold und Silber seit Jahrhunderten immer wieder ihre fundamentalen Werte bewiesen. Lassen Sie sich deshalb möglichst bald umfassend beraten und entscheiden Sie sich für eine Anlagestrategie mit Vorsicht und Weitsicht! Das Team von der Noble Metal Factory steht Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.

Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder aber Sie sprechen uns direkt unter 035752 949518 an.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.