1x1 der Finanzen Blog

Vermögensangst treibt Briten in einen Goldrausch

In Großbritannien fürchten die Menschen plötzlich wie die Deutschen um ihr Vermögen. Sie kaufen Goldbarren und Münzen wie im Rausch. Die Nachfrage könnte weiter steigen. Der Grund ist überraschend.

Ein schickes Ladenlokal in der St. James’s Street in London, ganz in der Nähe des „Hotel Ritz“. In den Schaufenstern sind Goldbarren, Schmuckstücke und goldene Kugeln zu sehen. „Sharps Pixley Ltd“ prangt auf dem Türknauf. Sharps Pixley ist etwas sehr Altes und gleichzeitig ziemlich Neues: Der Name gehörte im 18. Jahrhundert einem der ältesten Edelmetall-Händler Londons. Ein findiger Geschäftsmann kaufte ihn auf und nutzt ihn heute wieder.

Anders als in Deutschland sind Goldbarren und Münzen in einer Auslage in der englischen Hauptstadt ein seltener Anblick. Großbritannien hat keine Tradition der „Gold Bugs“: Privatanleger, die Barren und Münzen kaufen, um sich gegen den Zusammenbruch des Weltfinanzsystems oder die kommende Hyperinflation abzusichern, sind hier im Vergleich zum Kontinent eher selten. Aber das ändert sich gerade.

Das Potenzial ist riesig: Vergangenes Jahr haben die Briten Goldmünzen und -barren im Gewicht von 9,4 Tonnen gekauft, wie aus Angaben des World Gold Council hervorgeht, einem Verband, in dem sich die großen Minenbetreiber zusammengeschlossen haben. Zum Vergleich: Die Deutschen kauften 2015 zwölfmal so viel, nämlich 113,8 Tonnen. Die Steigerungsraten sind auf der Insel enorm. Allein im vierten Quartal schossen die britischen Käufe um 43 Prozent nach oben.

Börsenbeben lässt Briten um Vermögen fürchten

Der Verkäufer in dem Laden, Ross Norman, bietet seinen Kunden etwas an, das es im Vereinigten Königreich bislang nicht gab: einen Ort außerhalb des Internets, an dem Privatleute physisches Gold kaufen können. Krieg, Zerstörung und Hyperinflation waren für die Briten als Volk nie so einschneidend wie für die Deutschen. Lange Zeit sind Kleinanleger daher nicht auf die Idee gekommen, ihr Vermögen in physisches Gold zu stecken. „Es war kein Angebot da – die Banken verkauften nur an Institutionen“, sagt Norman. Privaten blieben nur Onlinebörsen und börsengehandelte Gold-Fonds – die allerdings mitunter nur den Goldpreis nachbilden, ohne wirklich durch Goldbestände gedeckt zu sein.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.