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SEIN

Sein oder nicht sein?

Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage! Der Begriff des Seins bezieht sich auf alles, was denkbar ist. Jeder Gedanke entspringt also dem Sein. Hier geht es um den Menschen selbst. Um seine gemachten Erfahrungen, sein Wissen und seine sich daraus entwickelte Persönlichkeit und Identität. Dies ist überlebenswichtig. Was gibt es darüber zu wissen? Der Mensch erlebt diese Welt durch seinen Verstand. Dieser funktioniert wie ein Supercomputer. Er stellt ständig Berechnungen an und versucht so, den Menschen durch das Labyrinth des Lebens zu führen. Doch was passiert, wenn dieser Computer nicht mehr so funktioniert wie es Mutter Natur vorgesehen hat? Durch Erfahrungen, Erlebnisse und unnützes Wissen wird der Verstand permanent mit Informationen vollgestopft. Und irgendwann ist die Festplatte dermaßen voll, dass nichts mehr richtig funktioniert. In diesem Zustand helfen dann weder Medikamente, Nahrungsmittel noch Wunderheiler. Der Mensch tut immer das, was er gerade denkt und ist daher immer das Ergebnis seiner eigenen Taten. Dabei versucht der Mensch immer, nichts falsch zu machen. Dennoch kann man bei den Menschen ständig seltsame Dinge beobachten, die er sich und anderen antut. Das lässt den Rückschluss zu, dass es schlechte Gedanken geben muss. Und wenn der Mensch versucht, nichts falsch zu machen und es doch tut, müssen Gedanken stärker sein als der Mensch selbst. Und somit sind es die Gedanken, die den Menschen beherrschen. Und das bedeutet wiederum, dass der Mensch manchmal nicht in der Lage ist, seine Gedanken ursächlich zu steuern.

Virus im Verstand?

Letztendlich muss es also im Verstand etwas geben, das den Menschen anweist, falsche Dinge zu tun. Eine Art Virus im Verstand. Obwohl sich der menschliche Organismus über einen sehr langen Zeitraum entwickelt hat und es dabei geschafft hat, sich ständig selbst zu heilen, gibt es heute fast keine vollständig gesunden Menschen mehr. Vermutlich liegt die Ursache hierfür im menschlichen Verstand. Gedanken werden vom menschlichen Wesen gedacht. Der Verstand beeinflusst und organisiert über Gedanken Materie. Letztendlich sind alle Gedanken aus dem gleichen Holz geschnitzt. Seien sie nun gute oder schlechte Gedanken. Sie stammen ausschließlich von Erlebnissen und Erfahrungen, die das menschliche Wesen gemacht hat. Der Mensch kann sich verändern, wenn er seine Gedanken verändert. Es ist jedoch notwendig, bei sich selbst eine Gehirnwäsche zu machen. Doch keine Angst. Das ist nicht schlimm. Viel beunruhigender ist die Frage, wer oder was das Gehirn vorher verschmutzt hat? Doch wie kann man in Zukunft unterscheiden, was nützliche und was zerstörerische Gedanken sind? Für diese Gehirnwäsche ist es unbedingt notwendig, eine Fähigkeit zu entwickeln.

Mit welchen Daten füttere ich meinen Verstand?

Die Fähigkeit, Dinge zu beobachten. Sich selbst zu beobachten. Es bedeutet, Dinge wahrzunehmen und Unterschiede festzustellen. Doch der Mensch lernt sehr schnell in Gleichnissen zu denken und achtet daher verstärkt darauf, wie sehr sich Dinge ähneln. In der Natur jedoch finden wir keine Gleichnisse. Kein Teil gleicht einem anderen Teil. Der Verstand dient der Auswertung von beobachteten Daten, um Unterschiede festzustellen. Diese vergleicht er anschließend mit bekannten Tatsachen. Anstatt Dinge einfach nur zu beobachten und auf Unterschiede zu achten, neigen wir zu Verallgemeinerungen und Pauschalierungen. Beobachten bedeutet, genau das zu sehen, was da ist und nicht zu interpretieren, was noch da ist oder da sein könnte. Richtiges Beobachten führt zu logischem Denken. Sie ist die Quelle des wertvollen Wissens. Es ist die Vorstufe und das Datenmaterial, mit dem sie ihren Verstand füttern. Die Qualität des Endergebnisses eines Denkprozesses ist direkt abhängig von den dem Verstand zugeführten Daten. Kein Wunder also, dass heute viele abstruse Ideen und Meinungen im sozialen Orbit kursieren. Der Mensch ist in der Regel von äußerster Dummheit ergriffen. Anstatt zu beobachten, beginnt er zu denken. Er misst den Gedanken und Worten anderer mehr Wichtigkeit zu, als dem was er vor sich sieht. Lerne zu beobachten und logisch zu schlussfolgern anstatt einfach nur zu denken. Lege deinen Focus auf das Beobachten von Dingen.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.