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Inflation ist Geldvernichtung im ganz großen Stil: Die Hälfte weg in 16 Jahren!

Dass sich über Deutschlands Sparerlandschaft ein Unwetter zusammenbraut, war schon länger abzusehen. In welchem Ausmaß die Wolkenbrüche und Blitzeinschläge aber vor allem Privatanleger treffen werden, blieb zunächst unklar. Doch je dichter sich der Himmel zuzieht und je mehr Fakten zur tatsächlichen Situation bekannt werden, desto sorgenvoller zeigen sich die Gesichter der Experten: In nicht mehr als 16 Jahren könnten Sparvermögen nur noch die Hälfte wert sein!

Sparvermögen als Brennöfen

Es klingt drastisch, trifft aber den Kern der Tatsachen: Normale Sparanlagen wie Tages- und Festgelder entwickeln sich langsam aber sicher zu Brennöfen. Die Gefahr des Verlustes privater Vermögenswerte scheint sogar so groß geworden zu sein, dass selbst bislang zurückhaltende Medien auf den Plan gerufen werden. So berichtete der Berliner „Tagesspiegel“ Anfang des Jahres, dass laut Aussage der DZ-Bank die aktuell sehr niedrigen Zinsen „auf absehbare Zeit die Hauptherausforderung für die Geldanlage der privaten Haushalte“ bleiben würden. Clemens Fuest, Chef des Ifo-Instituts, geht sogar noch einen Schritt weiter und prognostiziert, dass 2017 für Kleinsparer „das allerschlechteste Jahr seit Langem“ werden könnte. Sollte die Inflation im Jahresdurchschnitt bei rund 1,5 Prozent verharren, müssten Kapitalanleger genau diesen Wert auch als Zinssatz bekommen, damit ihnen ihr Vermögens erhalten bleibt – von einem Zuwachs ganz zu schweigen. Doch 1,5 Prozent Zinsen sind momentan völlig illusorisch. Vielmehr sind die Zinsen auf Sparguthaben tief im Keller und könnten möglicherweise sogar noch bis auf den Nullpunkt fallen. Sparer müssen daher andere Anlageformen finden, um ihr Vermögen zu bewahren.

Die Inflation greift um sich wie ein Monster

Seit dem Jahr 2000 ist die Kaufkraft des Euro um sage und schreibe 75 Prozent gefallen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Nachdem die Inflation im Februar 2017 so hoch wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr angestiegen ist und zu diesem Zeitpunkt bei besorgniserregenden 2,2 Prozent lag, wachen auch die letzten Anleger aus ihrem Dornröschenschlaf auf und erkennen, dass sie sich den aktuellen Problemen stellen müssen. Während der oberste Währungshüter Europas, EZB-Chef Mario Draghi, noch vor einem Jahr gebetsmühlenartig die Deflation beschwor und damit seine Politik des Gelddruckens salonfähig machen wollte, sehen wir heute das ganze Gegenteil: Die Inflation ist nicht nur wieder da, sie greift um sich wie ein Monster.

4,5 Prozent Inflationsrate prophezeit

Nach wie vor druckt die Europäische Zentralbank Geld ohne Ende und wirft es in den Markt. Anfang April 2017 wurde ein neuer Rekord erreicht: Mit einer Bilanzsumme von sage und schreibe 4 Billionen Euro und einer Steigerung um 224 Milliarden Euro innerhalb von nur einer Woche wurde der stärkste Zuwachs innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren erreicht. Nicht weniger als 208 Milliarden neu gedruckte Euros hat die EZB in den Geldkreislauf geworfen – unglaubliche Mengen, die unsere „Gemeinschaftswährung“ im Nu zu Grund richten könnten. Längst prophezeien Experten wie der Finanzwissenschaftler und Nationalökonom Hans-Werner Sinn gar eine Inflation von 4,5 Prozent für die Bundesrepublik. Das hieße: Ein Sparguthaben von 100.000 Euro ist nach 16 Jahren nur noch die Hälfte wert. Eine Entwicklung, die man durchaus als Enteignung bezeichnen könnte.

Was tun?

Doch was tun? Die Antwort ist eigentlich recht einfach: Es muss eine Anlage gefunden werden, die nicht auf eurobasierten Sparformen beruht und der eine steigende (oder auch gleichbleibend hohe) Inflation nichts anhaben kann.  Gold und Immobilien gelten hier seit jeher als sicherer Hafen. Angesichts der momentan sehr hohen Preise für Häuser und Grundstücke sowie vor dem Hintergrund einer unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in Europa bleibt im Grunde aber vor allem ein Anlagegut attraktiv: Das gute alte Gold. Sparer sollten den Erwerb von Edelmetallen deshalb unbedingt in ihre Überlegungen mit einfließen zu lassen. Als kluge und sichere Vorsorgemaßnahme gegen das aufziehende Unwetter am Sparerhimmel.

Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder aber Sie sprechen uns direkt unter 035752 949518 an.
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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.