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Gold – der Glanz ist zurück

Der Goldpreis ist Mitte Februar auf ein 12-Monatshoch von 1.260 USD je Feinunze gestiegen. Begünstigt wurde der Preisanstieg durch Finanzmarktturbulenzen, das Auspreisen von Fed-Zinserhöhungen und kräftige Zuflüsse in die Gold-ETFs. Auch wenn sich der Preisanstieg zunächst noch fortsetzen könnte, sehen wir ein gewisses Korrekturpotenzial, insbesondere falls neuerliche Fed-Zinserhöhungsspekulationen einsetzen.

Am Jahresende erwarten wir Gold bei 1.250 USD je Feinunze. Silber, Platin und Palladium haben den Preisanstieg bei Gold bislang kaum oder gar nicht nachvollzogen. Sie dürften dies im Laufe des Jahres aber nachholen.

Der Goldpreis ist fulminant in das Jahr 2016 gestartet. In den ersten sechs Wochen verteuerte sich Gold um bis zu 20%. Mitte Februar markierte Gold mit gut 1.260 USD je Feinunze ein 12-Monatshoch und handelt seither in einer Spanne von 1.200-1.250 USD. In Euro gerechnet verteuerte sich Gold auf ein 13-Monatshoch von fast 1.150 EUR je Feinunze (Grafik 1). Im Umfeld der teilweise heftigen Finanzmarktturbulenzen war Gold als sicherer Hafen stark gefragt. Der Goldpreis war dabei vielfältig unterstützt. So erhielt er Aufwind von den zeitweise kräftig gefallenen globalen Aktienmärkten, die die steigende Risikoaversion der Marktteilnehmer ausdrückten.

Dies und eine Reihe enttäuschender Konjunkturdaten aus den USA führten zu einem Auspreisen bislang erwarteter Zinserhöhungen der USNotenbank Fed in diesem Jahr. Im Zuge dessen wertete der US-Dollar spürbar ab – gegenüber dem Euro fiel er vorübergehend auf ein 4-Monatstief. Zudem fiel die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen zeitweise auf ein 3½-Jahrestief von gut 1,5%, was als weiteres Indiz für die hohe Risikoaversion der Marktteilnehmer gelten kann.

Auch seitens der Zentralbanken gab es eindeutig positive Signale für Gold. So senkte die Bank von Japan Ende Januar ihren Leitzins überraschend in den negativen Bereich. Damit folgte sie der EZB, der Schweizerischen Nationalbank und der schwedischen Riksbank, welche bereits Negativzinsen eingeführt hatten. Darüber hinaus hatte die Riksbank Anfang Februar die Zinsen überraschend deutlich weiter in den negativen Bereich gesenkt.

Die EZB dürfte im März mit einer weiteren Zinssenkung folgen. Unseren Zinsstrategen zufolge handeln mittlerweile Anleihen mit einem Volumen von mehr als 10 Bio. Euro weltweit mit einem negativen Zins. In Deutschland werfen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von acht Jahren oder weniger eine negative Rendite ab. Die deutsche Umlaufrendite liegt nur noch knapp über der Nulllinie. Früher hieß es, Gold bringt keine Zinsen. Heute muss es eher heißen, Gold kostet keine Zinsen.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.