1x1 der Finanzen Blog

Gehirnforschung: Überoptimismus führt zu Fehleinschätzungen

Wenn Sie Ihre Mitmenschen wieder einmal auf besorgniserregende Geschehnisse aufmerksam machen wollen und diese dann, dass von Ihnen Gesagte als Schwarzmalerei beiseite wischen, bleiben Sie bitte entspannt. Es hat nichts mit Ihnen zu tun.
Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in einer Fantasiewelt. Wenn Meldungen in das Umfeld dieser Menschen gelangen, die sich nicht mir der schönen und bequemen Wohlfühlwelt vereinbaren lassen, dann schaltet der Verstand einen Gang zurück. Die Gehirnforscherin Dr. Tal Sharon in London hat diese Tatsache durch Messungen der Gehirnaktivität beweisen können. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass wir uns die Informationen gezielt aussuchen, die wir hören wollen. Wenn wir optimistisch sind, dann haben negative Informationen weniger Einfluss auf uns. Für die geistige Gesundheit hat dies möglicherweise Vorteile. Dr. Tal Sharon kam zu dem Schluss, dass 80% aller Menschen Optimisten sind, ohne von den zugrundeliegenden Themen auch nur die leiseste Ahnung zu haben. Gegen Optimismus ist nichts einzuwenden. Doch wenn man zu dem Optimismus gelangt, ohne vorher alle relevanten und zugänglichen Tatsachen im Verstand durchgespielt zu haben, dann kommt man zu teilweise fatalen Schlussfolgerungen für sich selbst und die Gesellschaft.

„Ich bin Pessimist für die Gegenwart, aber Optimist für die Zukunft.“

Wilhelm Busch

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.