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Finanzblog Schule des Geldes: Spekulieren auf Pump – Wertpapierkredite auf Rekordhoch

Derzeit geben zwei Entwicklungen Anlass zur Vorsicht: Einerseits zieht die Inflation kräftig an, andererseits bewegen sich die Wertpapierkredite auf einem extrem hohen Niveau. Und diese Gemengelage erinnert fatal an 2008.

Die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) beaufsichtigt als US-Genehmigungsbehörde die in der Wertpapierbranche aktiven Personen und vor allem die Mitgliedsunternehmen, die für ihre Kunden sogenannte Margin-Konten, also de facto Wertpapierkredite, führen. Der im April 2021 festgestellte Bestand belief sich auf 847 Milliarden US-Dollar – im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Zuwachs von 322 Milliarden US-Dollar dar. An sich wäre diese Information nicht besorgniserregend, allerdings zeichnet sich eine zunehmende Bereitschaft der Wirtschaft ab, die eigenen Preise im aktuellen Marktumfeld deutlich zu erhöhen. Und damit könnte die Wertpapierkredit-Blase zum Zünglein an der Waage werden.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.