1x1 der Finanzen Blog

Alles in Butter oder fünf vor zwölf? Wann kommt der Marktcrash?

Die Zeichen stehen längst auf Sturm. Am Horizont droht ein gigantischer Marktcrash aufzuziehen. Dass ein solches Szenarium von den Mächtigen an den Schalthebeln der Finanzwelt noch abgewendet werden kann oder aus sonstigen Gründen ausbleibt, wäre mehr als wünschenswert. Dann würde es sich bei diesem Text um nicht viel mehr als um düstere Hirngespinste oder die Ausgeburten einer pathologischen Wirklichkeitswahrnehmung handeln. Sollte sich hingehen bewahrheiten, was viele renommierte Experten und Wirtschaftskenner befürchten, dann kommen schwere Zeiten auf uns zu. Wenn eintrifft, was angesichts der aktuellen EZB-Politik und undurchsichtiger Manipulationen hinter den Kulissen des Finanzkapitals von etlichen Marktkennern prophezeit wird, dann könnte das persönliche Schicksal von Millionen Menschen in Europa gefährdet sein. Dann kann sich allenfalls nur der noch retten, der rechtzeitig vorgesorgt hat.

Wirklichkeit oder Schwarzmalerei?

Wie wahrscheinlich ist ein wirtschaftlicher Marktcrash in der Eurozone? Hier die Fakten: Seit Anfang des Jahres 2017 haben die EZB und vier weitere große Zentralbanken die unglaubliche Summe von 1,5 Billionen US-Dollar neu gedrucktes Geld in den Markt gepumpt. Ohne jeden Gegenwert. Waren Banknoten einst als Ersatz für den Wert von Gold (und zum Teil von Silber) erdacht worden und besaßen über lange Zeit stets einen tatsächlichen, physischen Gegenwert, sind die ausgegebenen Scheine heute nichts anderes mehr als bedrucktes Papier. Wertlos eigentlich. Und nur dank des momentan noch funktionierenden aber am seidenen Faden hängenden globalen Wirtschaftsgefüges gegen Lebensmittel, Treibstoff, Kleidung, Medikamente oder sonstige Waren des Lebensbedarfes eintauschbar. Doch auch die anderen „Wertpapiere“ sind mit größter Vorsicht zu genießen. So werden Aktien schon längst nicht mehr nach dem tatsächlichen Gewicht des ausgebenden Unternehmens bewertet, sondern sind vielfach zu reinen Spekulationsobjekten verkommen. Allzulange wird das kaum mehr gut gehen. Die Axt ist längst angelegt, der Baum des Kapitals wird genauso schnell fallen, wie die Immobilienblase platzt. Der Marktcrash ist nur eine Frage der Zeit …

Was wird bei einem Marktcrash passieren?

Dass es in absehbarer Zeit zu einem Marktcrash kommen dürfte, ist nach Ansicht vieler Finanzexperten sehr wahrscheinlich. Oder anders gesagt: Eigentlich ist der Marktcrash längst überfällig. Doch was genau würde in einem solchen Fall geschehen? Womit muss der einzelne Bürger rechnen und welche Vorsorgemaßnahmen gibt es möglicherweise?

Grundsätzlich lassen sich leider weder der Zeitpunkt noch der Umfang eines Marktcrash exakt vorhersagen. Von stärkeren regionalen Erschütterungen (etwa im südlichen Euroraum) bis hin zu einem globalen Super-GAU ist praktisch alles denkbar. Was aber auf jeden Fall mit einem Zusammenbruch der Märkte einhergehen dürfte, ist eine Neuordnung des Preisgefüges und eine damit verbundene umfassende Abwertung des Euro. Möglicherweise wird ein gigantischer Inflations-Tsunami das Gebiet zwischen Lappland und Malta ergreifen. Vor allem Kleinsparer und Menschen mit einer währungsbasierten Altersabsicherung wären dabei die Hauptleidtragenden. Mit der Preisexplosion würde wohl auch die Entstehung eines blühenden Schwarzmarktes einhergehen, wobei Banknoten hier kaum als Tauschmittel dienen werden. Vielmehr dürften Schmuck und vor allem Gold und Silber an Wert gewinnen und den Erwerb von überlebenswichtigen Produkten ermöglichen. Daher tut jeder gut daran, sich einen ausreichenden Vorrat an physischen Edelmetallen für den Fall der Fälle anzulegen. Damit der Marktcrash einigermaßen schadlos überstanden werden kann. Und selbst, wenn alles Vorgesagte glücklicherweise nicht so bald eintreten sollte, bleiben Gold und Silber die wohl sinnvollste und sicherste Anlageform. Denn vielleicht kommt der Marktcrash später – kommen aber wird er ganz bestimmt.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.