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Silber: Wie eine Sprungfeder

Es war offenkundig, dass Silber der Rally des Goldkurses zu Beginn dieses Jahres nur widerstrebend und schwerfällig folgte. Statt die Kursgewinne des gelben Metalls wie in den letzten Jahren noch zu übertreffen, konnte Silber meist nicht einmal Schritt halten. Die fehlende Bestätigung des Aufwärtstrends im Goldsektor durch eine vergleichbare Entwicklung am Silbermarkt ließ mit Sicherheit Bedenken aufkommen. Doch ungeachtet der ärgerlichen Starre des Silberkurses in den vergangenen Monaten ist das Edelmetall wie eine zusammengepresste Sprungfeder – bereit, zu explodieren und Gold einzuholen und zu übertreffen.

Silber war schon immer eine Art Investment-Mysterium, denn das Metall kombiniert die Eigenschaften einer hochspekulativen Kapitalanlage, eines konventionellen Industrierohstoffs und einer Alternativwährung. Als was davon es gerade gesehen und gehandelt wird, wechselt im Laufe der Zeit immer wieder und so widersetzt sich Silber allen Versuchen einer Klassifizierung. Der Silberkurs tendiert dazu, sich über lange Zeiträume hinweg auf unspektakuläre Weise seitwärts zu entwickeln, nur um dann in so gewaltigen Bullenmärkten nach oben zu schießen, dass sie noch Jahre später gefeiert werden.

Der wichtigste Faktor für die Entwicklungen am Silbermarkt war schon immer der Goldpreis. Der Silberkurs kann sich zwar kurzfristig vom gelben Metall abkoppeln, doch langfristig gesehen ist die Korrelation zwischen den beiden Edelmetallen sehr hoch. Das ist das Ergebnis des einzigartigen Angebots- und Nachfrageprofils von Silber. Die industrielle Nachfrage, einschließlich der Schmuck- und Silberwarenherstellung sowie der gesamten Fertigungsindustrie, umfasst 4/5 der weltweiten Nachfrage nach dem weißen Metall. Dieser Anteil bleibt meist relativ konstant.

Der vergleichsweise stabile Löwenanteil der Nachfrage hat allerdings nur geringe Auswirkungen auf den Silberpreis. Silberinvestitionen machen dagegen nur ein Fünftel der Gesamtnachfrage aus, doch ihr Umfang schwankt beträchtlich, je nachdem, wie die Stimmung am Markt gerade ist. Deshalb sind sie letztlich der ausschlaggebende Preisfaktor. Wie optimistisch oder pessimistisch die Investoren hinsichtlich des Silberpreises sind, hängt jedoch vor allem vom Goldpreis ab. Silber verhält sich praktisch wie ein Messgerät für das Sentiment am Goldmarkt, es ist ein Spiegel der Bewegungen des Goldkurses.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.