1x1 der Finanzen Blog

Economy handshake

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Grundlage des Geldes – der Austausch

Geld wird manipuliert

Es wurden in den letzten Jahrhunderten enorm viele Tricks in unser Wirtschafts- und Geldsystem eingebracht, dass ein Mensch beim Versuch, das Thema zu verstehen, oft in eine sehr schwierige Lage kommt. Geld wird auf tausend verschiedene Arten manipuliert. Spekulanten trachten danach, etwas billig zu kaufen und es teuer zu verkaufen. Oder es teuer zu verkaufen, den Markt hinunterzudrücken und es billig zurückzukaufen.
In beiden Fällen machen sie einen Gewinn. All das und eine ganze Menge weiterer Systeme, Geld zu machen, verderben das Vertrauen und zerstören Geld als Zahlungsmittel. Geld muss etwas repräsentieren, denn es ist selber nichts anderes als eine Idee, die durch Vertrauen gestützt wird. Es kann nahezu alles repräsentieren, was real ist. Aber die Sache muss immer austauschbar sein. Von der Sache, die durch Geld repräsentiert wird, muss genügend vorhanden sein. Indem man die Sache rar macht und das Geld planwirtschaftlich organisiert, wird Geld zu einem Manipulationsobjekt.

Etwas für Etwas

Der Schlüssel zu einem den Menschen dienenden Geldsystem ist der Austausch. Man tauscht etwas Wertvolles gegen etwas anderes Wertvolles aus. Wertvoll ist definiert als sehr gut zu verwenden, nützlich und hilfreich. Es sollte an dieser Stelle jedermann klar sein, dass diese Definition von wertvoll nicht für unser heutiges Geldsystem und deren Kapitalmärkte zutrifft. Demnach basieren sie nicht auf dem Gedanken des Austauschs, sondern sind zum reinen Selbstzweck verkommen. Wer eine Ware verkauft oder eine Leistung anbietet, möchte andere Waren oder Leistungen dafür zu erhalten. Das nennt man Austausch (etwas für etwas).
Wenn jemand einen wertvollen Dienst leistet und ihn für Güter austauscht, dann tut er das über den Gegenstand Geld. Produktion bedeutet, einen Dienst oder Gegenstand zu erschaffen, der für Güter und Leistungen ausgetauscht werden kann. Wenn jemand nicht produziert und nichts liefert und keinen Austausch mit anderen Menschen betreibt, dann ist es nicht möglich, Geld zu haben! Eine bemerkenswerte Erkenntnis.

Sein-Tun-Haben

Dieser Produktionszyklus des SEIN (Identität, Wissen) – TUN (Arbeit) – HABEN´s (Ergebnis) gilt im gesamten Universum und kann nicht abgeändert werden. Wenn man ein Unternehmen antrifft, das zahlungsfähig ist und deren Mitarbeiter gut bezahlt werden, dann haben die meisten dort dieses Prinzip begriffen und setzen es um. Wenn sie es gut genug und in genügendem Umfang tun, dann verfügen sie über mehr und mehr Geld, um zu expandieren. Leider werden die Menschen heutzutage sehr schlecht in Hinblick auf dieses Thema unterwiesen.
Die Regierungen und Sozialstaaten auf diesem Planeten geben Geld in endlosen Strömen aus, mit dem Ergebnis, dass die Währungen immer mehr an Wert verlieren. Es ist kein Wunder, dass die Menschen glauben, „Glück“ sei das Einzige, was sie reich und mächtig macht. In unserer Gesellschaft hat sich der Zyklus des SEIN – TUN – HABENS verändert. Er besteht nur noch aus HABEN. Das SEIN und TUN verliert in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Die Sache wird dadurch verschlimmert, dass das TUN (Arbeit) stärker „bestraft“ wird als das „HABEN“ (Vermögen). Die Strafe ist unser Steuersystem. Um die Jahrhundertwende führten viele Staaten Einkommensteuergesetze ein, die bis dahin unbekannt waren. Das System der Einkommensteuer folgt dem Entwurf des marxistischen Besteuerungsprinzips (siehe „Das Kapital“ von Karl Marx).

„Jedem nach seinen Bedürfnissen. Von jedem gemäß seiner Fähigkeit zu zahlen.“ Karl Marx

Auf den ersten Blick sieht das ziemlich vernünftig aus. Aber nur auf den ersten Blick. Die Frage, die sich daraus ergibt ist: Warum wird die Einkommensteuer so ungleich erhoben, statt einfach einen konstanten Prozentsatz von jedermanns Bruttoeinkommen abzuziehen?

Inflation ist an der Tagesordnung

Die Regierungen drucken einfach Geld und erzeugen damit Inflation, um den Ausgabenwahn und die Wahlversprecher irgendwie zu finanzieren. Dadurch wird die Kaufkraft des Geldes ständig abgewertet, indem mehr Geld in Umlauf gelangt, als Produkte da sind.

Wie funktioniert die Einkommenssteuer?

Einkommensteuer funktioniert nach dem Prinzip, dass, je besser man bezahlt wird, ein umso höherer Prozentsatz besteuert wird. Im Fachjargon wird das als Einkommenssteuerprogression bezeichnet. Je mehr man verdient, umso mehr hat man im Verhältnis zu zahlen.
Nehmen wir an, dass der Preis von Nahrungsmitteln, Miete und von allem anderen proportional zum Wert des Geldes steigt. Auch der Lohn steigt idealerweise. Durch die Steuerprogression steigen auch die zu zahlenden Steuern. Daher sind Regierungen immer sehr darauf bedacht, ihr Geld zu inflationieren. Je mehr es inflationiert wird, umso höher müssen die Arbeiter bezahlt werden und einen umso höheren Prozentsatz bekommt die Regierung.

Der große Abgrund

Eine Inflation kann nur entstehen, wenn die Löhne mitsteigen, denn sonst kann sich niemand die gestiegenen Preise leisten. Wenn Sie sich die gegenwärtigen Steuertabellen anschauen werden sie feststellen, dass wenn der Preis von Nahrungsmittel auf das Zehnfache steigen würde, dann würde ihr Lohn so zusammenschrumpfen, dass sie es sich nicht leisten könnten zu essen, weil der höhere Steuerprozentsatz ihren Lohn verschlingen würde. Da Inflation auch die unangenehme Eigenschaft besitzt, Ersparnisse aufzufressen, wartet vor uns der große Abgrund.
Jedes Mal, wenn ihr Lohn steigt, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken, wenden Sie dann mehr Arbeitsstunden für die Regierung auf. Es gibt sicherlich Menschen die wissen ganz genau, dass man, um Inflation zu stoppen, einzig und allein die Produktion erhöhen und die Regierungsausgaben verringern muss.

Fazit

Eine Lösung für diese Missstände wäre, das heutige System fallen zu lassen und alle Hilfszahlungen und Verteidigungsausgaben abzustellen. Und sich dann mit einem globalen Neustart zu befassen. Und anschließend herauszufinden, wie man genug Lebensmittel für die Menschen produziert, sämtliche Handelsbarrieren entfernt und alle Projekte streicht, die die Einkommenssteuer notwendig machen.

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.