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Der Westen steuert auf eine Hyperinflation zu – und warum uns das zu Gold führt 

„In der Politik ist es notwendig, entweder sein Land oder die Wähler zu verraten. Ich ziehe es vor, die Wähler zu verraten.“ – Charles de Gaulle 

Seit vielen Jahren warne ich immer wieder vor einer drohenden Finanzkrise in den USA und anderen westlichen Ländern. Der Grund: ständig steigende Schulden, Gelddrucken und ein kaputtes politisches System. Grundsätzlich sind derartige Krisen gesund und korrigieren eigentlich nur die Fehlentwicklungen. Doch leider sind die meisten Menschen auf solche Ereignisse nicht vorbereitet und wiegen sich in einer trügerischen Sicherheit. 

Keiner will sich ein Worst-Case-Szenario vorstellen

Obwohl ein Großteil der Bevölkerung besorgt ist, kann oder will sich niemand ein Worst-Case-Szenario vorstellen. Die traurige Realität ist, dass die Geschichte gezeigt hat, dass diese Zyklen alle 50 bis 70 Jahre auftreten. Die immer wiederkehrenden Muster, die zu diesen Krisen führen sind deutlich erkennbar. 

Im Gegensatz zur Bevölkerung in der westlichen Welt bereiten sich andere Staaten auf ein Worst-Case-Szenario vor. Die Welt wurde wie im Kalten Krieg wieder in zwei große Lager gespalten: Ost und West. Namentlich die G7 und die BRICS-Plus-Staaten. Die eingesetzte Waffe in diesem Konflikt: die Weltleitwährung US-Dollar. Bis heute war der USD in den Augen der meisten Menschen die überlegene Währung. Länder auf der ganzen Welt wenden sich zunehmend Alternativen zu und ersetzen in bis dahin nie gekannter Geschwindigkeit und Konsequenz US-Dollar-Reserven durch Goldbarren. 

Wie wird sich eine große Krise manifestieren?

Zunächst einmal, wenn den USA die ausländischen Käufer für ihre Staatsanleihen ausgehen, muss die Fed wie in der Vergangenheit als Käufer letzter Instanz einspringen. Dafür muss sie Geld drucken – eine Menge Geld. Doch das wird die verbliebenen Käufer von US-Schulden abschrecken. Dieses zusätzliche Risiko wird höhere langfristige Zinsen erfordern. Was wiederum noch mehr Gelddruck erfordert, um die Zinsen niedrig zu halten. 

Sobald die Welt realisieren wird, dass diese Vorgehensweise unkontrollierbar ist, wird Panik ausbrechen und dann wird die Hyperinflation einsetzen. Daran anschließen werden sich vermutlich gesellschaftlicher Kollaps und externe Konflikte. Wir werden Kapitalverkehrskontrollen sehen, was bedeutet, dass du deine US-Dollar, Euros oder Yen nicht in andere Währungen umtauschen oder dein Geld ins Ausland transferieren kannst. 

Noch beängstigender ist die Möglichkeit von Bank-Bail-ins. Einfach ausgedrückt: Banken können deine Einlagen beschlagnahmen, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Und dadurch die eigenen Verluste durch die Einlagen ihrer Kunden decken. 

Ich werde nicht müde immer wieder zu betonen, dass du dein Portfolio stark auf Sachwerte ausrichten solltest. Das traditionelle 60/40 Aktien-/Anleihen-Portfolio eines Vermögensverwalters oder klassischen Mischfonds ist nicht mehr zeitgemäß. 

Der Besitz von Anleihen ist in einem inflationären Umfeld eine garantierte Verlustposition. Eine werthaltige Aktienauswahl wird viel schwieriger sein als die passive ETF-Anlagestrategie, an die sich viele gewöhnt haben. Überbewertete Tech-Aktien solltest du aus deinem Portfolio elidieren und in Rohstoffaktien umschichten. Dein Portfolio sollte, wie bereits gesagt, stark auf Sachwerte ausgerichtet sein, die traditionell in Inflationszeiten gut abgeschnitten haben. 

Auch die Geografie ist wichtig. Es ist völlig legal, Liquidität in anderen Ländern in anderen Währungen zu haben. Dies könnte Schutz im Falle von Kapitalverkehrskontrollen bieten. 

Beachte dabei jedoch, dass der Besitz einer anderen Währungen nicht der beste Weg ist, um Werte zu speichern. Die meisten Fiat-Währungen befinden sich auf dem Weg in die Pleite. Eine Währung über eine andere zu wählen, ist wie die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Natürlich musst du etwas Cash in deinem Portfolio haben, wenn es zu einer Deflation kommt. Nicht vergessen: Inflation und Deflation sind Geschwister. 

Das führt uns zu Gold – ein Schutz gegen menschliche Dummheit

Gold hat seit 1999 Aktien und Anleihen übertroffen und wird weiterhin stark bleiben, jetzt jedoch in einem beschleunigten Tempo. Wenn alles andere scheitert, ist Gold, und war es schon immer, der sichere Hafen – ein Schutz gegen menschliche Dummheit. 

Nicht-westliche Zentralbanken und private Investoren in BRICS-Ländern kaufen in zunehmendem Tempo große Mengen an physischem Gold. In unseren Breitengraden werden wir von der Finanzindustrie und Verbraucherschützern vor Gold gewarnt. 

Gold wird in unvorstellbare Höhen steigen. Es ist eine mathematische Funktion davon, wie weit Fiat-Money fallen wird. Schau dich auf der Welt um: In der Türkei hat sich der Goldpreis in Lira in drei Jahren versiebenfacht. In Argentinien ist er um das Zehnfache gestiegen. Selbst in Yen hat er sich verdoppelt. Wusstest du, dass Gold von 1971 bis 1981 um das 27-fache gestiegen ist? Bisher, von 1999 bis heute, hat sich der Goldpreis verachtfacht. Die Geschichte ist ein mächtiger Lehrer. 

Für ultimative Sicherheit empfehle ich dir, in physisches Gold zu investieren, sei es in Barren oder Münzen. Das Kleingedruckte in den Prospekten von Goldfonds, Gold-ETFs und Inhaberschuldverschreibungen auf Gold stellt sicher, dass in einer Krise dein Gold nicht verfügbar sein wird. Dann, wenn du es am meisten brauchen wirst. Wenn du bereit bist, zusätzliches Risiko einzugehen, besitzt du Goldminenaktien mit niedrigen Produktionskosten. 

Staube deine Geschichtsbücher ab. Die Welt steht Kopf. Die Technologie mag sich weiterentwickeln, aber die menschliche Natur bleibt gleich. Es wäre klug, sich vorzubereiten. Alles andere ist leichtsinnig. 

PS:✨Gold und Silber kaufen & langfristig in Edelmetalle anlegen als Absicherung vor Inflation und zur Vorsorge (Edelmetall-Rente) bei meinem Familien-Unternehmen Noble Metal Factory: www.anlage-in-gold.de.✨

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Autor: Ronny Wagner

Ronny Wagner ist Finanz-Blogger, Geldcoach, Inhaber des Edelmetallhändlers Noble Metal Factory und Gründer der „Schule des Geldes e.V.“. Er widmet sich seit 2008 dem Thema „Finanzbildung“ und hält das für einen Teil der Allgemeinbildung. Dabei ist sein Ziel, Menschen in finanziellen Fragestellungen auszubilden, um dadurch ein Leben in Wohlstand zu erreichen.